Route: Deutschland - Österreich - Slowenien - Italien - Kroatien - Bosnien - Montenegro - Albanien - Griechenland - Italien -Österreich -Deutschland
Auf Los gehts Los.
Sophia 30, Gideon 31 und Laika der kleine rumänische Strassenhund sind mehr oder weniger günstig an einen weißen T6.1 Transporter gekommen, das war der Startschuss für 6 Monate Auszeit in 2026.
Nach einigen Modifikationen am Auto, wie zum Beispiel Höherlegung, AT Bereifung, Fenster in den Hecktüren sowie in der Seitentür, Dämmung so wie teilweise Filzen des Innenraums und dem Einbau eines Bett und Stauraum Moduls aus dem schönen Münsterland waren wir fast bereit die erste Tour zu starten, der Bulli war voll gepackt und es stand noch einiges an Kram, der mit sollte / musste vor dem Auto.
Eine Lösung musste her, eine Dachbox kam nicht in Frage, das hätte wohl den Abenteuer Look kaputt gemacht. Ziemlich schnell sind wir dann auf Rolling Space gestoßen und die Herzen schlugen höher, die Möglichkeiten schienen schier unendlich zu sein.
Ob der perspektivische Fahrradträger, wenn Sophia sich dann endlich zum radeln bekehren lassen würde, der Flaschenöffner für das Bier nach einem langen Reisetag oder auch der Hängemattenhalter für dasselbige. Das SUP würde sich selbst im aufgeblasenen Zustand dank der vielseitigen Möglichkeiten für Airline Fittings auf dem Dach transportieren lassen, vielleicht erstmal nur innerorts aber bei kurzen Ortswechseln wäre die Zeitersparnis doch erheblich.
Dachträgersystem und Hängemattenhalter waren nun also auf dem Weg zu uns und wurden in der Einfahrt in unter 3 Stunden selbst montiert.
Zwei Alu Boxen fanden noch Ihren Platz auf dem Dach und waren schnell mit relativ leichtem aber sperrigen Zeugs gepackt, das wir nicht jeden Tag benötigen würden. Die Teleskopleiter liess sich für uns ohne Probleme hinter einer der Hecktüren verstauen und machte den Auf- und Abstieg zum Kinderspiel.
Dann ging es schon los, wir machten uns vom Ruhrpott aus auf gen Süden, ein kurzer Zwischenstopp in München und weiter durch Österreich nach Slowenien. Dort fuhren wir den ersten Campingplatz an und wurden von Regen und Hagel begrüsst, glücklicherweise hatten wir eine Plane eingepackt die sich ebenfalls am Dachträger befestigen liess und uns so immerhin ein klein wenig provisorischen Regenschutz bot.
Durch die mystischen Wälder Sloweniens ging es auf den ersten Pass, leider nicht drüber, da wir bei 20 cm Neuschnee ohne Allrad die Segel streichen mussten. Also wieder runter und via Italien nach Kroatien.
In Kroatien hatten wir dann auch den ersten Platz zum Freistehen, direkt am Meer und konnten die SpaceRack Hängematte gebührend einweihen. 3 Nächte hat uns der Spot nicht gehen lassen, doch irgendwann stand uns der Sinn wieder nach Bergen, also Hängematte eingeklappt, SUP aufs Dach geschnallt und die wunderschönen Küstenstrassen in Kroatien entlang hoch in die Berge, kurz vor Zadar haben wir einen kleinen Campingplatz gefunden der dem Auenland zum verwechseln ähnlich sah, dort blieben wir aber nur eine Nacht.
Morgens Kaffee auf der eigenen Dachterrasse und nach ein paar Minuten Routenplanung machten wir uns auf Richtung Bosnien - Herzegovina zu unserem ersten Spot: einem winzig kleinen Weingut.
Geführt von einem Australier mit bosnischen Wurzeln und seiner britischen Freundin - kennen gelernt haben die beiden sich natürlich in Neuseeland - verbrachten wir dort den Abend mit gutem Wein, guten Gesprächen und vier anderen Campern - natürlich ausschliesslich Deutsche. Am nächsten Morgen haben wir dann ein wenig länger geschlafen und sind ins nahegelegene Mostar gefahren. Berühmt für die Stari Mostar - übersetzt „alte Brücke“ die ihren Bogen über den Fluss Neretva spannt.
Mostar ist geprägt vom Jugoslawien Krieg, wir besuchten ein Museum das ausführlich von den Gräueltaten der damaligen Zeit berichtet. Eindrucksvoll und gerade in der heutigen Zeit ein Mahnmal menschlicher Abgründe.
Körper und Geist wurden dann mit traditioneller bosnischer Küche gestärkt und wir machten uns - mal wieder - auf den Weg in die Berge.
Ziel war eine alte Ruine aus dem späten 19. Jhdt.. Über steile Schotterpisten ging es holprig hinauf, immer im Hinterkopf das im ganzen Land noch Tausende Mienen vergraben sind.
Oben angekommen wurden wir von der Aussicht belohnt und waren komplett alleine.
Da es aber extrem windig war entschieden wir uns aus Sicherheitsgründen gegen Kaffee in der Hängematte auf 2.50m Höhe und machten uns auf den Weg zum nächsten Grenzübergang Richtung Montenegro, aus zeitlichen Gründen haben wir diese kleine wunderschöne Land jedoch nur durchfahren, werden aber garantiert nochmal wiederkommen.
Nach Montenegro erreichten wir Albanien. Eines der Hauptziele unserer Reise, da Sophia nun schon zum 5. Mal dort war und ich mir unzählige Male anhören durfte wie wunderschön, gastfreundlich und abwechslungsreich das Land sein sollte. Vornweg genommen, ich wurde nicht enttäuscht. Unser erster Halt führte uns auf einen kleine, von einem Verein geführten, Agro Tourisme Spot.
Begrüßt wurden wir von Eseln, mehreren Hunden und Gänsen, alles recht einfach aber nichts was gefehlt hat.
Wir verbrachten trotzdem nur eine Nacht, denn für den nächsten Tag stand noch ein ganz besonderer Termin an. Sophia hatte in einem früheren Albanien Trip in einem der tausenden Bunker die das ganze Land übersähen eine Tattowierer angetroffen, der einen kleinen Bunker auf seinem Grundstück kurzerhand in ein Tattoostudio „umgebaut“ hat.
Bei Ihrem letzten Besuch kam es aus verschiedenen Gründen
nicht zum Tattoo, sodass wir das dieses Mal auf jeden Fall
nachholen wollten.
Auf die Tattoos folgten 1-2 Stunden weitere gute Gespräche und wir machten uns wieder auf die Socken.
Nach einer knappen halben Stunde erreichten wir unser nächstes Ziel am Skutarisee, niedergelassen am eiskalten Wasser wurde nur noch der Sonnenuntergang genossen.
Auch hier verbrachten wir wieder drei Nächte, verbrachten die Tage zwischen SUP und Hängematte, fütterten Straßenhunde und angelten mit den albanischen Kids, die auf ihren Mad Max artigen Mopeds die Lagune unsicher machten.
Wie es in Albanien, danach in Griechenland auf der Fähre und in Italien weitergeht berichten wir euch im zweiten Teil unserer Rolling Story, bis dahin!
Sophia, Gideon & Laika